Offizielle Eröffnung Leohaus - Mai 2016

Schlüsselübergabe Leohaus mit NRW-Bauminister Michael Groschek

Viele Hände haben Großartiges geschafft

Hell , modern und mit viel positiver Ausstrahlung begrüßte das Leohaus mit allen Beteiligten am Wochenende viele offizielle Gäste und noch mehr neugierige und gespannte Besucher zur Wiedereröffnung mit anschließendem Tag der offenen Tür. Unter ihnen Ehrengast NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) und weitere Landespolitiker, die sich es sich nicht nehmen ließen, dieses ganz besondere und mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannt "Haus der Möglichkeiten" zu besuchen.

In einem waren sich alle einig: Ein Projekt wie das Leohaus ist nur mit aktivem, bürgerschaftlichem Engagement möglich. Unter dem Dach der Regionale 2016, mit finanzieller Unterstützung des Landes aber vor allem mit ganz viel Herzblut von über 90 tatkräftigen und unermüdlichen Ehrenamtlern und einer akrtiven "Bürgerstiftung Unser Leohaus" wurde das Traditionshaus zu neuem Leben erweckt.

"Sie standen immer zu diesem Projekt und haben uns auch den Bewilligungsbescheid über die Landesförderung gegeben. Ich glaube, dieses Haus ist auch Ihr Baby“, begrüßte Bürgermeister Wilhelm Sendermann NRW-Bauminister Michael Groschek als Ehrengast des Tages. Auch, wenn sogar die Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck ihr Kommen angeboten hätten, sei die Wahl des Ehrengastes bewusst auf Michael Groschek gefallen. "Von Ihren Mitarbeitern haben wir gelernt, städtebaulich konzeptioneller zu denken. Unser Integriertes Handlungskonzept für die Innenstadt Olfen ist ein guter roter Faden gewesen und wird es auch zukünftig noch sein. Auch, dass Architektenwettbewerbe uns weiterbringen können, haben wir bei der Leohausplanung erfahren. Herr Minister Groschek, lassen Sie die Liebe zu Olfen aber bitte nicht abkühlen. Wir haben noch das ein oder andere Projekt im Köcher und hoffen auch weiterhin auf Ihre Unterstützung", so Sendermann.

Sendermanns besonderer Dank ging zum Einen an Alt-Bürgermeister Josef Himmelmann: "Lieber Josef. Du hast das Projekt aus der Taufe gehoben und es bis heute geschoben und unterstützt. Nur durch die erreichte Landesförderung ist es für Olfen bezahlbar geworden. Wenn ich hier so schaue, wird mir bewusst, welch tolle Möglichkeiten wir hier in Olfen haben. Lieber Josef, ganz herzlichen Dank dafür!" Zum Anderen wandte sich Sendermann an Uta Schneider, Geschäftsführerin der Reginionale 2016: "Ohne die Regionale wäre das neue Leohaus wohl nicht gekommen. Du warst ja auch beim Architektenwettbewerb ganz intensiv im Leohaus-Konzept involviert. Ich denke, Du bist noch immer angetan vom Engagement der Olfener bei ihren Projekten. Dabei hast Du öfters gesagt: Die Olfener, die machen das schon. Ulla, machen wir auch!"

"Was ihr in den letzten Monaten, nein Jahren, geleistet habt, findet höchste Anerkennung", richtete sich Sendermann dann an den Vorstand der Bürgerstiftung mit Barbara Finke, Agnes Himmelmann, Dieter Krämer, Hubert Korte, und Ute Gazek als wichtigste Gruppe des Tages und betonte: "Aber das Projekt "Unser Leohaus" endet ja nicht mit dem heutigen Tage, es fängt erst richtig an".

Das "Baby" Leohaus  sei jetzt gut zur Welt gekommen, müsse aber noch groß werden und ganz viel lernen. Die Stadt werde wie ein Pate neben einer ansehnlichen finanziellen Unterstützung auch bei Problemen hinter der Bürgerstiftung stehen.

"Ich habe Gänsehaut. Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich". Bürgerstiftungsvorsitzende Barbara Finke nahm aus den Händen Wilhelm Sendermann den symbolischen Schlüssel für das Leohaus entgegen. "Ich bin stolz auf die ganze Mannschaft. Auf das, was geleistet wurde und auf den großen Teamgeist - vor allem dann, wenn nicht alles glatt gelaufen ist", sagte sie. Jetzt sei der Anfang gemacht. Ein Haus, das mit Vereinen wie MiO, JuZo und Kitt-Verein als Dauermietern, vielen einzelnen Gruppierungen und dem Leo`s als jetzt schon sehr gut angenommene Gastronomie bereits mit viel Leben gefüllt ist. Viele andere Projekte werden dazu kommen."Ich freue mich auf ein lebendiges Haus, das alle Olfener und Gäste nutzen können".

"Olfen sollte als Kurort für Nörgler und Wutbürger verschrieben werden. Hier sieht man, was geht, wenn man dafür und nicht dagegen ist", so Minister Groschek in seiner Festrede. "Ich komme aus dem Ruhrgebiet, wo Zusammenarbeit oftmals nur in der Theorie stattfindet. Hier kann man hautnah erleben was wirklich möglich ist". Die Regionale 2016 habe die Plattform geboten. Daraus entstanden sei eine Olympiade von guten Ideen und großartigen Projekten, bei der es nur Gewinner gebe. "Wer den Werdegang des Leohauses mit seiner Bürgerstiftung gesehen hat, der hat Löwenherzen gesehen, Und mit Vereinen wie MiO, Mobi und den vielen weiteren Initiativen in dieser Stadt kann ich nur sagen: In Olfen gibt es 12.273 Löwenherzen und das Leohaus ist das Löwenherzhaus". An Alt-Bürgermeister Josef Himmelmann gewandt betonte Groschek, dass dieser mit seinen Ideen und seiner Begeisterung dafür gesorgt habe, dass der Weg für das Leohaus und andere Olfener Projekte frei gemacht wurde, von denen die Bürger auf Jahre hinaus profitieren. Groschek wünschte sich, dass sich eine Runde von solch engagierten Alt-Bürgermeistern aus dem ganzen Land bilden solle, die quer und kreativ denkt, um auch in anderen Regionen mit neuen Ideen weiterzukommen. "Das erste Treffen einer solchen Runde soll natürlich im Leohaus stattfinden", so Groschek.

Tanz und Musik, mitsingen und mitklatschen rundeten die Feierlichkeiten ab. Dafür sorgten die Auftritte des Linedancers und die kleinen Streicherinnen des Olfener Kinderorchesters, die mit ihren Vorträgen die Gäste begeisterten.

Noch bevor der offizielle Teil des Tages beendet war, hatten die Bürgerinnen und Bürger Olfens das Haus schon in Besitz genommen. Kulinarisches auf der Terrasse der Gastronomie oder ein Rundgang mit Informationen zu allen Räumlichkeiten und allen Möglichkeiten des Leohauses rundeten den Tag bei strahlendem Sonnerschein ab.