Zum ersten Mal nach langer Zeit wurde im Saal des Leohauses wieder gemeinsam gefeiert.

Tolle Musik, hochrangige Gäste und viele Besucherinnen und Besucher waren zum bundesweit 1. Tag der Städtebauförderung am 9. und 10. Mai, der im OIfener Traditionshaus stattfand, gekommen und genossen an zwei Tagen die neuen Perspektiven. Eingeladen hatten die Stadt Olfen und die Bürgerstfitung Unser Leohaus, um über den Stand der Dinge nach tausenden von ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden gemeinsam mit allen Interessierten im Rohbau zu feiern. Und man konnte förmlich spüren, wie das zukünftige Gemeinschaftsleben im Leohaus als "Haus der Möglichkeiten" aussehen kann und wird.

Die Begeisterung war aber nicht nur bei den Olfenern, sondern auch bei den hochrangigen Gästen zu spüren und in ihren Reden eindeutig zu vernehmen. "Das erste Zukunftsland, in dem wir förmlich stehen", sagte Uta Schneider als Geschäftsführerin der Regionalen 2016, die das Projekt von Anfang an begleitete. "Sie haben in Olfen gezeigt, das Bürgerengagement zum Erfolg führt." Und Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling gestand "Ich war völlig fasziniert von dem Willen der Bürger, dieses Haus mit seiner Geschichte zu erhalten. Und wie dieser Wille in die Tat umgesetzt wurde: Das ist typisch für die Stadt Olfen und ihre Bürger, wie ich sie kennen gelernt habe. Und deshalb bin ich besonders gerne heute hier."

Bürgermeister Josef Himmelmann hatte an diesem Tag nicht nur viele lobende Worte für die Stifter und die ehrenamtlichen Helfer, die das Projekt Leohaus überhaupt so weit gebracht haben, sondern er hatte auch einige Anekdoten aus den Arbeitseinsätzen der letzten Monaten parat. "Die Truppe ist einfach toll und jeder hat seine speziellen Talente, die er hier ausleben kann". Eine Bildershow lies alle Besucher noch einmal bildlich daran teilhaben. An Barbara Finke als Vorsitzende der Bürgerstiftung gerichtet sagte er: "Wir können Dir heute einen Teil des Rohbaus übergeben. Es geht voran".  Unter dem Applaus der zahlreichen Anwesenden gab Barbara Finke den Ball aber gleich weiter, denn:" Das Haus ist für alle Bürger da und wir freuen uns, dass es jetzt schon so gut angenommen wird und sich so viele Menschen für den Erhalt des Leohauses eingesetzt haben. Mir wird schwindelig, wenn ich darüber nachdenke, dass bis heute schon 4.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet wurden. Unfassbar". Und auch am Veranstaltungstag selbst waren die guten Geister wieder unterwegs. Unterstützt von Olfener Abiturienten im Catering und  der Big Band Mixed Generation der Wolfhelm-Gesamtschule, die den offiziellen Teil der Feier mit perfekter Musik untermalten.

"Und jetzt ... nehmen Sie sich die Zeit, erst einmal inne zu halten und das Geschaffte zu genießen. Erst dann sollte es weiter gehen", sagte Frau Schmitz vom Büro Startklar, das das Projekt Leohaus im Namen der Landesregierung betreut und unterstützt und nicht nur das bürgerliche Engagement, sondern auch das immense Tempo als herausragend bewertete.  "Es ist einfach unbeschreiblich zu sehen, was hier passiert ist und ich bin sicher, dass es auch in den nächsten Monaten bis zur Fertigstellung so weiter geht.

Nach einem Abend mit der Musik des DUO TAKTLOS hieß es dann am Sonntag dem Ansturm der interessierten Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Halbstündlich fanden mehrere Führungen statt, die zeigten, dass der Wissensdurst nach Informationen rund um das Leohaus groß war. Dabei ging es in Gruppen bis zu 20 Personen vom Keller bis zum Dachgeschoss und keine Frage blieb dabei unbeantwortet. Eine Stärkung gab es in der von Verein  MIO betreuten Caféteria in den Räumlichkeiten der zukünftigen Leohaus-Gastronomie. Für alle Beteiligten eine rundum gelungene Veranstaltung, die sicherlich nur von der geplanten Eröffnung des Leohauses im Dezember übertroffen wird.