Ein solches Projekt muss finanziert werden. Neben den Spenden aus den Olfener Reihen und der Unterstützung der Stadt wurden im Rahmen einer Bewerbung zur Regionalen 2016 Fördermittel des Landes beantragt. Es folgte ein langes Bewerbungsverfahren, das auch eine eingehende Projektstudie und einen Architektenwettbewerb beinhaltete.

Schließlich bekam das Projekt "Unser Leohaus" am 20. Dezember 2011 den Bewilligungsbescheid und es konnte losgehen. Neben den offiziellen Mitteln wurden tausende von ehrenamtlichen Stunden am Bau abgeleistet bis es schließlich am 1. März 2016 hieß: Unser Leohaus ist eröffnet.

Durch das Leohaus wird das Olfener Vereinsleben nun flexibler gestaltet und bietet damit eine Öffnung der klassischen Vereinsstrukturen.

Was bedeutete das für einen kleinen Ort wie Olfen?

Vereine haben immer größere Probleme, Vorstandsmitglieder zu finden. Lästige Büroarbeit und unbekannte Aufgaben beanspruchen Zeit und verlangen oft Verantwortung ab, die nur schwer zu tragen ist. Hier wurde nun gemeinsam mit der Stadt Olfen das Leohaus-Büro für Vereine aufgebaut, das Verantwortung und zeitliche Lasten abnimmt. Vorstandsmitglieder können sich dann stärker um die eigentliche Stärke der zahlreichen Vereine kümmern.

Einige Vereine haben Räume fest angemietet, andere teilen sich einen Raum mit mehreren Vereinen. Durch die gemeinsame Nutzung entstehen neue Kontakte und Ideen zu gemeinsamen Aktivitäten. Auch die gegenseitige Unterstützung bei größeren Veranstaltungen ist durch die neuen Vernetzungen denkbar. 

Viele Ehrenamtler haben mit über 6.400 Stunden Arbeitsleistung bei der Verwirklichung des neuen Leohaus geholfen.